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Frühfördergruppe auf psychomotorischer Basis

Was ist Psychomotorik ?

Bewegung ist mehr als bloße Muskeltätigkeit oder biochemische Funktion.
Jeder Bewegungsablauf vermittelt Erlebnisse und neue Umweltinformationen.
Der Mensch – insbesondere das Kind – drückt in seinem Bewegungsverhalten Stimmungen, Gefühle und Affekte aus. Hinter jedem Bewegungsgeschehen steht die ganze Persönlichkeit mit der Einheit von Körper und Seele.

Der Fachausdruck Psychomotorik unterstreicht diese Funktionseinheit an der Wahrnehmung, geistige Leistungen, Gefühle und soziales Handeln gleichermaßen beteiligt sind. Psychomotorische Erziehung erfasst das Kind in seiner Gesamtheit. Sie vermittelt entwicklungsorientierte Erfahrungen durch Bewegung und führt so spielerisch und entdeckend zu einer besseren Umweltbewältigung und einer stabilen Persönlichkeit.

Die psychomotorischen Stunden vermitteln folgende Lerninhalte und Lernziele:

1. Körper- und Organerfahrungen

Hierbei geht es um das Entdecken des eigenen Körpers. Die weitgehend erlebnisreich angebotenen Erfahrungen sollen mit der Zeit zu einem immer bewussteren Entdecken körperlicher Funktionen führen. Körperkenntnis, Körpererfahrung und Körperbeherrschung gehen dabei ineinander über.

2. Bewegungs- und Raumerfahrung

Die in Ruhe angebotenen Erfahrungen mit dem eigenen Körper werden nun ergänzt durch Hinzunahme intensiver Fortbewegung in Raum und Zeit. Hierbei wird die Umwelt zum Experimentierfeld. Sie kann durch Eigenbewegung verändert werden. Das Kind erfährt auf diese Weise auch Veränderungen an seinem Organismus.

3. Gefühlsausdruck in Haltung und Bewegung

Hier geht es darum den Körper als elementares Ausdrucksmittel zu gebrauchen. Die Übungen führen zu einem Ausgleich innerer Gefühle und äußerer Bewegung und wirken dadurch entstauend und befreiend.

4. Soziale Grunderfahrung

Gemeinsame Partner- und Gruppenübungen führen zu einem besseren Verständnis und mehr Einfühlungsvermögen in die Eigenart des Anderen. Somit verbessert sich das soziale Handeln des Kindes.